Internationaler Museumstag 2023 der „Heimatstube Kötzschau“

Unsere Heimatstube öffnete am Internationalen Tag des Museums am 21. Mai 2023 für eine Anzahl Interessierter Besucher, die persönlich begrüßt und während ihres Rundganges betreut wurden.

Unsere mit historischen Kleidungsstücken angezogenen Schaufensterpuppen rückten dabei, für die in diesem Jahr neu erhaltenen Archivalien, etwas in den Hintergrund. 

Neuzugänge in diesem Jahr waren u. a. Tafeln zur historischen Bedeutung des Elsterflossgrabens, der als technisches Bauwerk seit 1578 relevant für unsere Region war, welche uns dankenswerterweise Frau Michaelis vom „Förderverein Elsterfloßgraben e. V.“ überreichte [1].

Weiterhin erhielten wir über einen Nachfahren der Familie Schellenberg, Thomas Taugnitz, die zum Gasthof zu Thalschütz vorliegende Familiengeschichte und über unseren geschätzten Ortsbürgermeister Herrn Wolfgang Weise ein Folio des Merseburger Altstadtvereins in Zusammenarbeit mit dem städtischen Kulturamt zum Merseburger Komponisten der „Petersburger Schlittenfahrt“ Richard Eilenberg, dessen Vater Johann Gottlob Eilenberg geb. 1823 in Kötzschau und später als Stabsmusikdirektor beim 12. Husarenregiment in Merseburg Stellung hatte. [2, 3]

Die Ausstellungsräume des Heimatmuseums „Heimatstube Kötzschau“ gliedern sich auf 150 qm u. a. in einen Vereinsraum, einen Geschichtsraum, ein Zimmer des Handwerkers uvm. . In der bestehenden Dauerausstellung können eine Vielzahl an Exponaten der regionalen Geschichte von den Besuchern aller Altersgruppen bestaunt werden. 

Für Interessierte Kinder stand das Modell einer Dampfmaschine im Maßstab 1:22 im Eingangsbereich, welches dazu einlud Details zur Technikfrage „Wat is ˋn Dampfmaschin“ zu erklären und darüber mit den technisch Versierteren zu philosophieren, wie man es schaffte diese Art von Maschinen von Menschenhand zu schaffen und zu betreuen, sei es in Bezug zur Herstellung, zum Betrieb oder deren Instanthaltung. Gedient hat eine solche Maschine u. a. im Rahmen der Soleförderung unserer Saline oder während der Tiefenbohrung in Schladebach.

Unser Heimatmuseum die „Heimatstube Kötzschau“ besteht seit dem Jahr 1997 und beinhaltet Exponate zur Heimatgeschichte unserer ehemaligen Großgemeinde Kötzschau, die aus den Ortschaften Kötzschau, Schladebach, Rampitz, Thalschütz und Witzschersdorf bestand und der umgebenden Region.

Die Grundlage der Heimatstube wurde mit der Übergabe von antiquarischen Gegenständen und Dokumenten aus dem ehemaligen Gasthof Kötzschau gelegt. Seit der Anfangszeit wurden weitere Exponate gespendet oder als Leihgaben übergeben, wodurch die Sammlung nun aus mehr als 3.000 Stücken besteht.

Darunter Fotografien, Konfirmationsunterlagen, Vereinsfahnen, alte Instrumentarien aus dem Bestand des ehemaligen ortsansässigen Landarztes Herrn Dr. Herbert Ziegfeld, Skulpturen und Zeichnungen des Künstlers Ottomar Schmidt, Sammeltassen und Teller sowie historischen Schriftzeugnissen und Bekleidungsstücken.

Wenn Sie mehr wissen wollen zu Richard Eilenberg, den ansässigen Gasthöfen, zum Elsterfloßgraben oder zur weiteren lokalen Geschichte, sprechen Sie uns gern an oder kommen Sie vorbei – im Heimatmuseum „Heimatstube Kötzschau“.

Ihnen eine Gute Zeit

Andreas Arms, Marc J. Poppe
Leiter und Stellvertretender Leiter des
Heimatmuseums „Heimatstube Kötzschau“

Sollten Sie interessiert sein, an unserer Heimatgeschichte oder möchten Sie Geschichten unsere Heimat betreffend (weiter)erzählen oder sich darüber hinaus selbst engagieren, möchten wir Sie bitten, sich bei der Heimatstube Kötzschau vertrauensvoll zu melden.

[1] https://www.elsterflossgraben.com/geschichte/chronik-geschichte/ 

[2] http://www.eilenberg.eu, abgerufen am 11. Juni 2023

[3] Folio, Merseburger Altstadtverein e. V., Kulturamt der Stadt Merseburg: „Heiteres Geburtstags-konzert für den Komponisten der „Petersburger Schlittenfahrt“ Richard Eilenberg vom 19. März 2023“

Feier zum 25 jährigen Bestehen der „Heimatstube Kötzschau“

und

Tag des offenen Denkmals 2022

Am 11. September 2022 empfingen wir im Rahmen des Tages des offenen Denkmals zu unserem 25 jährigen Bestehen unsere herzlich eingeladenen Gäste.
Darunter unser Bürgermeister Michael Bedla, unser Ortsbürgermeister Wolfgang Weise sowie unsere Ortschafts- und Stadträte, und weitere Persönlichkeiten aus dem Umfeld der Heimatstube wie Herr Dr. Heuer, Frau Pfaff, Herr Dreilich, Herr Forst und Herr Jahn, Lokalhistoriker, und viele weitere mehr.

14 Uhr begann unser Silberfest mit der Ansprache unseres Ortsbürgermeisters Herrn Wolfgang Weise, Herrn Andreas Arms, dem Leiter der Heimatstube, die die anwesenden Gäste begrüßten und anschließend einen Überblick über die letzten 25 Jahre der Heimatstube gaben sowie die zukünftigen Pläne gemeinsam mit dem seit einem Jahr unterstützenden, Stellvertreter Herrn Marc J. Poppe vorstellte.
Abschließend bedankte sich Herr Arms für die Unterstützungsleistungen in den vorangegangenen 25 Jahren. Diese betreffen die kommunalen Vertreter, die ortsnahen Historiker, die angrenzenden Vereine und die ortsansässige Bevölkerung, welche durch persönliche Gespräche, Hilfen und nicht zuletzt finanzielle Rahmenbedingungen die Heimatstube bis heute erhalten haben und zukünftig erhalten werden. Einen Besonderen Dank sprach Herr Arms seiner Frau aus, welche ihn seit seinem Beginn vor 20 Jahren immer unterstützte sowie die seit etwa einem halben Jahr den Internetauftritt der Heimatstube sowie Flyern erstellenden Frau Angelika Lieback.

Die Ansprache des Bürgermeisters Herrn Bedla folgte und unterstrich die Relevanz der lokalen Wissensvermittlung bezogen auf die Ortsgeschichte. Er stellte nochmals heraus, dass unsere Museen und darüber hinaus Vereine sowie weitere lokale Treffen und die Zusammenarbeit dieser Gemeinschaften untereinander wichtige Ankerpunkte in unserer Gesellschaft und im Kommunalleben darstellen. Diese seien auch zukünftig zu halten und weiterhin zu unterstützen.
Abgeschlossen wurde der offizielle Teil bei einem Glas Sekt und einer Führung durch die Räume der Heimatstube.
Dabei konnten Exponate auf ca. 150 qm Fläche bestaunt werden. Die Heimatstube gliedert sich in verschiedene Themenbezogenen Räume – wie einen Geschichtsraum, eine Bauernstube, ein Näh- und ein Vereinszimmer. Seit 1997 werden lokal relevante Exponate unserer ehemaligen Großgemeinde Kötzschau, die aus den Ortschaften Kötzschau, Schladebach, Rampitz, Thalschütz und Witzschersdorf bestand dargestellt.
Die Grundlage der Heimatstube wurde mit der Übergabe von antiquarischen Gegenständen und Dokumenten aus dem ehemaligen Gasthof Kötzschau gelegt. Seit der Anfangszeit wurden weitere Exponate gespendet oder als Leihgaben übergeben wodurch die Sammlung nun aus mehr als 3.000 Stücken besteht. Zu unserem diesjährigen 25 Jubiläum wurden zwei Kartenauszüge der Öder-Zimmermann-Karte 1586 – 1633) für das Heimatmuseum „Heimatstube Kötzschau“ nachgedruckt.

Die Karten stellen die erste Landesaufnahme des Kurstaates Sachsen dar – zum damaligen Zeitpunkt zwischen Dresden und Merseburg. In Auftrag gegeben wurden sie von Kurfürst August und nach dessen ableben seinem Sohn Christian I. Die Karten geben Aufschluss über die damalige Industrie wie etwa Salzwerke, wie sie in Kötzschau und Teuditz existierten, Kirchen, Besitzungen und Rittergüter, Rechtssprechungsregularien und geographischen Gegebenheiten, wie die von Bischof Thilo von Throta zwischen 1466 – 1514 angelegten Fischteiche auf Schladebacher Flur. Diese neuen Exponate schließen eine weitere Lücke in der bereits bestehenden historischen Sammlung der Heimatstube und sollen dazu beitragen, Sie liebe Besucher, nicht ausschließlich zu informieren sondern unsere facettenreiche regionale Geschichte interessant zu vermitteln.

Unser Dank gilt
Unseren Besuchern, welche an der Geschichte der Gemeinde Kötzschau interessiert sind und z. T.
auch selbst als Zeitzeugen zur Verfügung stehen.

Andreas Arms, Marc J. Poppe
Leiter und Stellvertretender Leiter des
Heimatmuseums „Heimatstube Kötzschau“

Zu Gast in der „Heimatstube Kötzschau“ am 18. Mai 2022 zum internationalen Tag des Museums

Unsere Heimatstube öffnete am Internationalen Tag des Museums am 18. Mai 2022 für zahlreiche interessierte Besucher. Begrüßt wurden die willkommenen Gäste dabei durch unsere mit historischer Kleidung angezogenen Schaufensterpuppe „Stella v. Peek- Besten“ – eine unserer Neuzugänge aus dem vergangenen Jahr. Die Ausstellungsräume gliedern sich auf 150 qm u. a. in einen Vereinsraum, einen Geschichtsraum, ein Zimmer des Handwerkers uvm.. In der bestehenden Dauerausstellung konnten Exponate der regionalen Geschichte von den Besuchern aller Altersgruppen bestaunt werden.

Im Rahmen einer Leihgabe wurde für diesen Tag des Museums ein Modell eines Gradierwerkes im Maßstab 1:22 durch den Modellbauer und Heimatinteressierten Bad Dürrenberger Peter Hirschfeld zur Verfügung gestellt. Das Gradierwerk stellt sinnbildlich den bis 1861 bestehenden Salzwerksbetrieb dar, welcher zusammen mit Teuditz (heute ein Ortsteil von Tollwitz) bis zum Beginn des 19. jhrdts. als ertragreichstes ältestes Salzwerk in Sachsen gilt.
Darüber hinaus lud das Modell einer Dampfmaschine im Maßstab 1 : 22 zum Zusehen ein. Die dampfbetriebenen Maschinen wurden früher in unserer Region u. a. für den Antrieb des Bohrers bei der Schladebacher Tiefenbohrung oder im Kötzschauer Gradierwerk zur Soleförderung aus der Erde genutzt.